deutsche Konzerne importieren Fleisch aus illegal abgeholztem Regenwald
Tönnies und weitere deutsche Konzerne beziehen Rindfleisch von Farmen auf illegal gerodeten Regenwaldflächen in Brasilien. Das belegt laut Spiegel Online eine Studie des Recherchenetzwerkes Dom and Bruno Project.
Die Studie zeigt, wie Rindfleisch von illegal errichteten Rinderfarmen auf den europäischen Markt gelangt. Allein im letzten Jahr ließ Tönnies, der größte deutsche Fleischkonzern, insgesamt 190 Tonnen Rindfleisch aus Abholzungsgebieten nach Hamburg liefern, um es in Supermarktketten wie Aldi und Lidl zu vertreiben oder weiter zu exportieren. Zudem wurden weitere 470 Tonnen nach Italien zu einem dortigen Tönnies-Werk verschifft.
Das Unternehmen, welches mit dem Töten von Tieren 2021 6,2 Milliarden Euro Umsatz machte, streitet die Lieferungen des Fleisches von den illegalen Farmen im Regenwald nicht ab, spricht aber trotz der beträchtlichen Mengen von „Einzelfällen“.
Die Abholzung von Regenwald für Futtermittelanbau und Rinderfarmen steht seit Jahren in der Kritik. Die Tierindustrie trägt damit eine direkte Verantwortung für irreparable Umweltschäden, massives Tierleid, die Vertreibung der indigenen Bevölkerungen sowie die Zuspitzung der Klimakrise. Und wenn wir Fleisch und andere Tierprodukte kaufen, finanzieren wir diese Zerstörung mit.