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Kinderarbeit in US-Fleischindustrie aufgedeckt

roots of compassion eG
2023-06-16 16:15:00 / Tierindustrie / Kommentare 0

Bei einer kürzlichen Untersuchung in den USA wurde festgestellt, dass mehr als 100 Kinder im Alter von 13 bis 17 Jahren für ein Unternehmen arbeiteten, das Schlachthöfe reinigt. Dabei hantierten die Kinder auch mit gefährlichen Geräten, wie sie zum Zerteilen der Tierleichen benutzt werden, darunter Schädelspalter und rasiermesserscharfe Knochensägen.

Landwirtschaftsminister Tom Vilsack forderte die größten Fleischkonzerne nun auf, ihre Einstellungspraktiken zu überprüfen. Laut Arbeitsministerium ist die Zahl der Kinder, die in den USA illegal beschäftigt werden, seit 2018 um 69 Prozent gestiegen.

Ursache ist wie so oft die Ungleichverteilung von Ressourcen. Viele Kinder kommen aus armen Familien in Mexiko und Guatemala und reisen alleine in die USA, um Geld zu verdienen. Dort landen sie dann als billige Arbeitskräfte bei großen Unternehmen wie Ford oder McDonald's.

Eigentlich gibt es auch in den USA Gesetze, die Kinderarbeit verhindern sollen. Jedoch treten vor allem konservative Politiker*innen wie die republikanische Gouverneurin von Arkansas, Sarah Sanders, für laschere Regeln ein zum "Wohle der Wirtschaft". Selbst wenn Unternehmen gegen die Gesetze verstoßen, haben sie nur geringe Geldstrafen zu befürchten.

Wir fragen uns: In welchem System denken Leute, dass es eine gute Idee ist, wenn 13-jährige Kinder lohnarbeiten, nachts, an einem Ort, wo routinemäßig Tiere getötet und ihre Körper zerteilt werden?


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