Über den Tellerrand DVD (PAL)

V028

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Beschreibung

In der Dokumentation Über den Tellerrand. Ernährungssouveränität in Zeiten des Klimawandels begleiten Jürgen Kraus und Heiko Thiele die internationale "Karawane für Ernährungssouveränität, Klimagerechtigkeit und Frauenrechte" durch Bangladesch. Zahlreiche Themen werden dabei in der Dokumentation angeschnitten: die Folgen der Erderwärmung, Einkommen und Eigentum von Kleinbauern*/-bäuerinnen, die "Grüne Revolution", Unterschiede zwischen "Ernährungssicherheit" und "Ernährungssouveränität", Landkonflikte sowie Strategien und Kämpfe der Landlosen-Bewegung.

Bangladesch, das Land der Flüsse und Reisfelder, hat die höchste Bevölkerungsdichte weltweit. Seit Jahren sind die Lebensgrundlagen von Kleinbäuerinnen und -bauern durch die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, fehlgeleitete Weltbankprojekte und die Kapitalisierung des Agrarsektors bedroht. Saatgut- und Chemiekonzerne wie Bayer erzielen Millionengewinne und hinterlassen kontaminierte Ackerböden und verschuldete Farmer. Die Landlosigkeit ist gravierend und nimmt durch Land Grabbing und blutige Konflikte zu. Diezentrale Forderung der kleinbäuerlichen Bewegungen ist Ernährungssouveränität, also selbstbestimmte Agrarproduktion und Landumverteilung. Eigene Parzellen sowie kulturell und ökologisch angepasstes Saatgut sehen sie als Basis für die Nahrungsmittelversorgung. Die Bewegungen verfolgen ihre Ziele gegebenenfalls mit radikalen Mitteln: Sie besetzen und bewirtschaften Land, das ihnen laut Gesetz zusteht, aber zumeist wegen Korruption nicht übertragen wird.

Der Anbau für den Eigenbedarf und die lokalen Märkte wird durch die Kapitalisierung des Agrarsektors stark gefährdet. Seit der 'Grünen Revolution' in den 1960er Jahren nimmt der Einfluss von Saatgut- und Chemiekonzernen beständig zu. Die Abhängigkeit von Dünger, Pestiziden und modifizierten Samen sowie die infrastrukturellen Eingriffe durch Staat und Weltbank haben die Lebensbedingungen der Kleinbäuerinnen und -bauern verändert. Höhere Produktionskosten und sinkende Bodenfruchtbarkeit sind die Schattenseiten der gesteigerten Ernten, die viele in die Verschuldung treibt. Heute gelten drei Viertel aller Bangladeschis offiziell als landlos und haben laut 'Kash-Land-Gesetz' Anspruch auf eigene Parzellen. Doch häufig verhindern Korruption in Politik und Verwaltung die Enteignung von Großgrundbesitz und die Übertragung von Staatsflächen.

Der Klimawandel trifft Bangladesch mit am stärksten. Während der Meeresspiegelanstieg die Anbauflächen verknappt, gefährden Stürme, Bodenversalzung und Dürre die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Dennoch hält der Staat am Konzept der 'Ernährungssicherheit' fest. So soll der transnationale Agrarsektor die Versorgung garantieren und die eigene Landwirtschaft den Weltmarkt beliefern. Exemplarisch steht für dieses Konzept die abgeholzte Küstenregion mit den profitablen Shrimps- und Fischbecken.

Im Film kommen Kleinbäuerinnen und -bauern, landlose Tagelöhner_innen, Aktivist_innen verschiedener südasiatischer Bewegungen sowie Mitarbeiter_innen von NGOs, Politiker_innen und Wissenschaftler_innen zu Wort.

2 EUR von jeder DVD werden von Zwischenzeit e. V. an die Landlosen-Bewegung in Bangladesh gespendet.


Inhalt: 50,00 g

Video

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Weitere Infos

Spiellänge
85 min.
Sprachen
Deutsch
Untertitel
ohne
Format
PAL

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