Tierstudien 06/2014: Tiere und Raum

L221

12,00 €

inkl. 7% USt., zzgl. Versand

geringer Lagerbestand

Lieferzeit: 2 - 5 Werktage


Beschreibung

Die sechste Ausgabe von Tierstudien setzt sich mit dem Komplex Tiere und Raum auseinander.
Die interdisziplinäre Fachzeitschrift Tierstudien widmet sich im Kontext der neu entstandenen Animal Studies dem Verhältnis von Mensch und (nichtmenschlichen!) Tieren, indem sie vor allem, aber nicht nur, aus kultur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive kulturell und historisch bedingte Vorstellungen, Bilder und Repräsentationen von Tieren, aber auch aktuelle Praktiken und Theorien der Tier-Mensch-Beziehung untersucht.

Diesmal wird es geographisch, denn in dieser Ausgabe wird der "Raum" in den Fokus gerückt, also eine Perspektive auf Tiere gesucht, die dezidiert räumliche Aspekte in die Betrachtung einbezieht.
Menschen und nichtmenschliche Tiere mögen für sich unterschiedliche Umwelten und Bezugsräume haben, doch nichtsdestotrotz teilen sie sich dieselbe Welt. Und an dieser Stelle kommen Animal Geography, Animal Architecture oder Animal Citizenship als grundlegende Themen der Animal Studies ins Spiel. In dieser Ausgabe geht es also um die Räume, die Menschen Tieren zuweisen bzw. die Tiere sich selbst aneignen. Denn oft definieren Menschen Tiere über den Ort, an dem sie sich freiwillig oder zwangsweise aufhalten. Räume beeinflussen die Beziehungen und Interaktionen von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren. Dabei können Räume sowohl einschließen wie ausschließen, marginalisieren wie fokussieren. Euphemismen wie Gehege, Reservat oder Voliere verschleiern, dass die Zuweisung von Räumen genau wie deren Eroberung immer auch eine Herrschaftsgeste ist. Ob sich ein Wesen vor oder hinter Gittern befindet bzw. vor oder hinter einer Kameralinse, legt hierarchische Strukturen offen.

Während viele menschliche Räume für Tiere unbetretbar sind ('Wir müssen draußen bleiben.'), hat der Ökotourismus die letzten Flecken vermeintlich unberührter Natur für Menschen geöffnet. Andererseits halten sich nichtmenschliche Tiere an Orten auf, die für Menschen unbewohnbar sind. Für manche Tiere kann es sogar tödlich enden, wenn sie unsichtbare Grenzen überschreiten. Diesen und anderen Themen im Spannungsfeld Tiere und Raum widmen sich die geisteswissenschaftlichen Analysen und Künstlerstrecken dieser Ausgabe von Tierstudien.

Tierstudien ist die erste deutschsprachige Zeitschrift für Animal Studies. Forschungsfelder von Tierstudien sind zum Beispiel die kritische Analyse von bildender Kunst, Film, Literatur und Populärkultur im Hinblick auf die kulturellen und sozialen Bedeutungsschichten von Mensch-Tier-Beziehungen. Es wird unter anderem untersucht, auf welche Weise Tiere und Interaktionen zwischen Menschen und Tieren ihren Ausdruck in den Wissenschaften finden und inwiefern Tiere und Tier-Mensch-Beziehungen die menschliche Kultur beeinflussen und mitgestalten. Dabei werden Schlüsselbegriffe der westlichen Geistesgeschichte, wie etwa 'Natur' und 'Kultur', oder die Repräsentation von Tieren in den Künsten sowie die historischen Veränderungen in der menschlichen Wahrnehmung von Tieren und von Tier-Mensch-Beziehungen auf ihre ideologischen oder ästhetischen Funktionen hin analysiert.


Inhalt: 262,00 g

Weitere Infos

Seiten
170

Bewertungen (0)

Durchschnittliche Artikelbewertung

Gib die erste Bewertung für diesen Artikel ab und hilf anderen bei der Kaufenscheidung.: