TIERethik Heft 17: "Invasive Arten"

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Stand Frühjahr 2019 befinden sich 49 Tier- und Pflanzenarten auf der "Schwarzen Liste" der invasiven Arten in der EU. Über die Hälfte davon sind Tiere: Lurche, Fische, Krebstiere, Insekten und Säugetiere. Wenig überraschend sind dabei der Waschbär und das Grauhörnchen, zudem der asiatische Harleking-Marienkäfer, der einstmals zur Bekämpfung von Blattläusen eingeführt wurde.

Aber was verstehen wir überhaupt unter "Invasiven Arten"? Diese Begriffsklärung und die Unterscheidung zwischen "Exoten", "Neobiota", "gebietsfremden Arten" und "invasiven Arten" ist Thema des ersten Beitrags - zusammen mit ethischen Klärungen diesbezüglich. Fun Fact: Im behördlichen Naturschutz sind "invasive Arten" all jene, die nach 1492 (= "Entdeckung" Amerikas durch Kolumbus) in ein Gebiet eingeschleppt wurden und unerwünschte Auswirkungen auf Mensch und Natur haben.
Daraus folgend ergibt sich unweigerlich die Frage: Was macht eine Art "fremd"? Wann ist eine Art "erfolgreich integriert"? Warum sind Mais und Kartoffeln nicht "invasiv", obwohl sie riesige Flächen in Anspruch nehmen und nach 1492 eingeführt wurden? Und letztlich stellt sich eigentlich die Frage, was diese Kategorisierungen eigentlich mit unserer sonstigen gesellschaftlichen Realität zu tun haben ...

Weiterhin geht es in dieser Ausgabe von TIERethik um die wissenschaftliche Begründung für die Verfolgung "fremder" Arten, Clemens Wustmans beschäftigt sich tiefer mit ethischen Überlegungen und den Konfliktlinien zwischen Umweltethik und Tierethik. Im Weiteren geht es um Überlegungen zu unterschiedlichen Hilfspflichten gegenüber Individuen, und in einem letzten Beitrag wird der Umgang der Schweiz mit "invasiven" Arten analysiert und bewertet.

Trotz des wissenschaftlichen Backgrounds eine (unserer Meinung nach) gut lesbare und vor allem sehr spannende Lektüre!

Das Magazin TIERethik versteht sich als Forum für die geisteswissenschaftliche Diskussion über den Umgang mit Tieren. Ethische Fragestellungen aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die sich kritisch mit dem Mensch-Tier-Verhältnis beschäftigen, sollen dabei Berücksichtigung finden. Ziel von TIERethik ist es, das in weiten Teilen durch Funktionalisierung von Tieren geprägte gesellschaftliche Verhalten kritisch zu beleuchten. Ein zentrales Anliegen von TIERethik ist es, aktuelle Fragen im Bereich der TIERethik zu diskutieren, aber auch die Veränderungen im gesellschaftlichen Bewusstsein, wie sie sich etwa in Tierschutzgesetzen widerspiegeln, zu dokumentieren.

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Seiten
130
Größe
DIN A4
Bindung
Softcover
Verlag
ALTEX Edition