Dem Schlachten ein Ende setzen. Marxismus und Tierbefreiung - Tierrechtsgruppe Zürich

M212

Dem Schlachten ein Ende setzen. Marxismus und Tierbefreiung - Tierrechtsgruppe Zürich

Die Tierrechtsgruppe Zürich hat viel Mühe in eine sehr lesenswerte 40-seitige Ausgabe der Zeitung "antidotincl." zu Marxismus und Tierbefreiung gesteckt, die wir sehr gerne weiterverbreiten.
Der Schwerpunkt der Ausgabe ist, wie der Untertitel bereits verrät, die Verbindung marxistischer Theorie und der Idee des Antispeziesismus, zweier Bereiche die bisher eher selten miteinander in Beziehung gesetzt wurden. In zahlreichen Artikeln werden verschiedene Aspekte der Zusammenhänge zwischen Kapitalismus und (Tier-)Ausbeutung beleuchtet. Dabei geht es um theoretische Überlegungen, wie in den Artikeln „Marxismus und Tierbefreiung“ von Christian Stache und „Speziesismus und historischer Materialismus“ von Marco Maurizi oder um die historische Dimension von Antispeziesismus in der Linken, wie in „Für die Befreiung von Mensch und Tier: Ein Kampf mit linker Tradition“ von Matthias Rude. Des Weiteren findet in mehreren Artikeln eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Tierausbeutungsindustrie in der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaft statt: „Das Schlachthaus Europas“ von Christian Stache und „Die Schweizer Fleischindustrie“ von Tierrechtsgruppe Zurich. Darin kommen die Autor*innen zur spannenden Erkenntnis, dass trotz steigender Zahlen von vegan lebenden Menschen die Erlöse der produzierten und exportierten Tierprodukte steigen. Und nicht nur dieser Aspekt wird kritisch beleuchtet, sondern auch der aktuelle Vegan-Lifestyle-Trend. So wird im Beitrag „Vegan for Profit“ von John Lütten diese Entwicklung dekonstruiert und aus einer marxistischen und kapitalismuskritischen Sicht bewertet. Einige Rezensionen („Antispeziesismus“, „Tierehtik. Grundlagentexte“ und „Der Dschungel“) und kulturkritische Betrachtungen wie „How does revolution sounds like? Über Musik, Kunst und Befreiung“ von Marco Maurizi bzw. ein Interview mit dem veganen Hip-Hop-Künstler Albino runden die Zeitung ab.

Bei fast allen Artikeln wird deutlich, dass die Autor*innen aus einer klar marxistischen Position argumentieren, dabei wird auch schon mal gegen „links-libertäre“ und andere linke Strömungen polemisiert. Die einseitige Anzeige der - nicht immer emanzipatorischen Tageszeitung - „junge welt“ passt da genauso ins Bild, wie die Anzeige des marxistischen Musikmagazins „Melodie&Rhythmus“. Jedoch nehmen diese Aspekte nur einen verschwindend geringen Teil des Heftes ein, womit wir meinen, dass die vorliegende Zeitung auch für Leser*innen, die sich dem Veganarchismus oder anderen linken Strömungen zuordnen interessant ist!

Mit diesem Heft und seinen qualitativ sehr guten Artikeln und einer recht verständlichen Sprache gelingt das Kunststück, eine Brücke zwischen traditioneller (marxististischer) Linken und der modernen Tierbefreiungsbewegung zu schlagen und gleichzeitig weniger politisierten Veganer*innen einen theoretischen Unterbau zu liefern, der die Ausbeutung menschlicher und nichtmenschlicher Tiere theoretisch zusammenführt.

40 Seiten
237 x 320 mm

Die Zeitung wird eigentlich kostenlos verteilt. Mit dem Verkaufspreis geben wir einfach nur die Kosten des Versands aus der Schweiz nach Münster wieder, die wir übernommen haben.

Verfügbarkeit: Ausverkauft

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