Interventionen gegen die deutsche "Beschneidungsdebatte" | Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß, Salih Alexander Wolter

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Kaum eine Debatte der letzten Jahre wurde in der Intensität geführt, wie die zur Vorhautbeschneidung (Zirkumzision). Interessant ist schon der Debattenverlauf, der nicht mit der Urteilsverkündung des Kölner Landgerichts Anfang Mai 2012 einsetzte, sondern erst sechs Wochen später. Dafür gibt es Gründe. Auffallend war die weitgehende Zurückhaltung von Parlamentarier_innen und der medizinischen Fachgesellschaften ? im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Akteur_innen, die eine vehemente Position gegen die Zirkumzision einnahmen. Dieser Band interveniert hier fundiert: Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter beleuchten den Diskursverlauf und erarbeiten im Anschluss an die »Dialektik der Aufklärung« und Michel Foucaults Gouvernementalitätsstudien, wie selbst die geäußerten »atheistischen« Positionen von einem protestantisch-christlichen Religionsverständnis, von Herrschaft sowie rassistischen ? antisemitischen und antimuslimischen ? Einstellungen durchwoben sind. Heinz-Jürgen Voß untersucht die medizinischen Studien zur Auswirkung der Vorhautbeschneidung und stellt die Ergebnisse klar vor.


Zülfukar Çetin (Berlin): Antidiskriminierungsberater bei Opferperspektive e.V., arbeitet zu Kritischer Migrations- und Queer Theorie. Heinz-Jürgen Voß (Hannover) arbeitet zu medizin- und biologieethischen und -geschichtlichen Themen. Salih Alexander Wolter (Berlin) engagiert sich publizistisch und aktivistisch für linke Queerpolitik und gegen Rassismus.

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Seiten
96
Größe
11 x 18 cm
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Verlag
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