Der Dokumentarfilm Visions of Abolition beschreibt die aktuellen Verhältnisse des auf Herrschaft,Gewalt und Kontrolle ausgerichteten Gefängnisssystems der USA.
Der Film zeigt die Absurdität einer Politik, in der Sexismus und Rassismus so alltäglich werden, dass sie kaum auffallen, eine Politik,die mit noch mehr Gefängnissen und noch mehr Überwachung versucht, das Symptom zu bekämpfen, während die Ursache unbeachtet bleibt.
Teil I: “Breaking down the Prison Industrial Complex” beschreibt die Existenz eines komplexen Industiezweigs, dessen wirtschaftlicher Erfolg vor allem durch die Existenz von Gefängnissen und der damit zur Verfügung stehenden billigen, nahezu unbegrenzten Arbeitskraft der Inhaftierten möglich ist. Das Zusammenspiel von Kapitalismus, moderner Sklaverei und Gefängnissen wird erläutert, die Verknüpfung mit sexualisierter Gewalt und Rassismus aufgezeigt. (39 Min)
Der Film stellt aber auch Menschen vor, die auf der Suche nach Alternativen zum bestehenden Gefängnisssystem sind. Mit der Erkenntnis, dass eine Großzahl der Straftaten auf mangelnde soziale Absicherung, fehlende Bildung und eigene Gewalterfahrungen zurückzuführend sind, wird in Teil II “Abolition: Past, Present & Future” ein alternativer Umgang mit ehemaligen Inhaftierten dargestellt und gezeigt, wie es zu der Idee einer kritischen Gegenbewegung gekommen ist.
Es folgt eine Einführung in die Arbeit der critical resistance-Bewegung und der Gruppe a new way of life, die zusammen im Rahmen des LEAD Projektes (leadership, education, action, dialog) versuchen, die Visions of Abolition in die Praxis umzusetzen (48 Min).
Die Dokumentation besteht zum größten Teil aus Interviewszenen, es werden keine gewaltätigen Bilder gezeigt. Sie wurde als Lehrmittel konzipiert und ist dadurch auch sehr gut im Ethik-, Religions- und/oder Englischunterricht vorführbar.
Buch/Produktion/Regie: Setsu Shigematsu
Laufzeit: 82 min.
Sprache: Englisch
Untertitel: keine
Regionscode: alle Regionen
Format: NTCS
Cover: Pappcover